Dienstag, 31. Mai 2016

31052016 – Work

Die Sonne scheint auf meinen Monitor und wärmt meinen Rücken. Mein Kopf brummt und ich schaue immer wieder auf die Uhr. Die Zeit bewegt sich so l a n g s a m vorwärts, dass ich schon glaube, dass sie eingeschlafen ist. Es sind noch genau 6 Stunden und 30 Minuten bis zum Feierabend. 2 ½ Stunden bis zum Mittag und danach 3 ½ bis zum Feierabend.

Montag, 30. Mai 2016

30052016 – storm

Mein Kopf dröhnt und die Hitze belegt meinen ganzen Körper. Ich drehe mich mehrfach hin und her. Nach rechts und nach links und wieder zurück. Die Decke habe ich auf der Fensterseite deponiert. Ich ziehe meine Beine an die Brust, umklammre sie und verweile eine Zeit lang in dieser Position. Die Tür am anderen Ende des Raumes öffnet sich und jemand kommt herein. „Schatz, ist alles in Ordnung?“ Moritz setzt sich zu mir ans Bett und streichelt meinen Rücken. „Mir ist so unfassbar warm.“ Ich schaue ihn an und genieße seine Hand, die auf meinem Rücken auf und ab fährt. „Du bist aber ganz kalt...“ Besorgt schaut er mich an. Ich erwidere nichts. Er gesellt sich zu mir und ich lege meinen Kopf auf seine Brust. Sein Herzschlag pocht an meinem Ohr.

Freitag, 27. Mai 2016

27052016 - Walk in the sunset

Ich sitze auf der Treppe, schlüpfe in meine Birkenstocks und richte mich wieder auf. Moritz steht schon an der geöffneten Haustür um mir diese aufzuhalten. Ich gehe aus der Tür, auf den Hof und warte, bis Moritz die Haustür hinter sich geschlossen hat. Dann laufen wir los. Unser kleiner Ausflug führt uns zuerst hinters Haus an die Stellen, an denen wir Blumen gesät haben. Danach geht es zu den Weiden um nach den Kälbchen zu schauen, die neugierig herantreten und uns mustern. Auf dem Weg durch die Baumschule pflücke ich hier und da Butterblumen, Gänseblümchen und ein paar Kleeblätter, die ich zu einem kleinen Strauß binde. Auf dem Feld hinter der Straße geht die Sonne in wunderschönen Farben unter. Ich nehme Moritz Hand in die Meine und wir laufen zurück zum Haus. Vorbei an den Kühen, vorbei an den Blumen und vorbei an der Baumschule.


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Donnerstag, 26. Mai 2016

Mein zweites Tattoo.

Wo?
Am Ohr

Was?
Eine Blume

Wann?
Letzte Woche Dienstag (17. Mai 2016)

Schmerzen?
Nein, geschmerzt hat es nicht. Man merkt natürlich das etwas am Ohr passiert (man hört es auch) aber unangenehm ist es nicht.

Heilung?
Ich creme es regelmäßig (morgens und abends) ein. Kruste habe ich keine und schon am nächsten Tag war die Rötung verschwunden.

Grund?
Ich habe mich aus persönlichen Gründen an dieser Stelle tätowieren lassen. Schon mein ganzes Leben habe ich viel mit meinen Ohren zu tun, musste auch schon operiert werden, also wollte ich sie positiv hervorheben. Zudem kann ich leider keinen Ohrschmuck tragen (Ohrringe etc.), weil meine Ohren was das angeht sehr empfindlich sind. Dazu muss ich auch sagen, dass die Stelle nicht so „offensichtlich“ ist, wie sie scheint. Wenn man nicht möchte, dass jemand es sieht, lässt man einfach die Haare offen. Für das Motiv habe ich mich entschieden, weil ich schon immer von der Natur und ihrer Schönheit fasziniert bin.

Bild?
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Sonntag, 22. Mai 2016

22052016 - Good Morning Sunshine

Ich werde wach, weil mich ein Hustenanfall überkommt. Langsam drehe ich mich zum Fenster und greife nach der Wasserflasche, die auf dem Fensterbrett steht. Ich drehe den Verschluss, trinke 1,2,3 große Schlücke, verschließe die Flasche und stelle sie zurück ans Fenster. Mein Blick schweift durch den kleinen Spalt der Jalousie nach draußen in den Garten. Die Sonne scheint und der Wind gleitet leicht durch die Blätter der umstehenden Bäume. Ich drücke auf den Menüknopf meines Smartphones um zu erfahren, wie spät es ist. Es erscheint eine große 9 auf dem Bildschirm und ich beschließe meine Augen nicht mehr zu schließen sondern den Tag zu starten. Vorsichtig krieche ich ans Bettende und versuche Moritz dabei nicht zu wecken. Ich stelle meine Füße nebeneinander auf den Boden und gehe langsam und leise zur Tür, über den Flur und ins Badezimmer. Nachdem ich die Tür hinter mir geschlossen habe, schaue ich in den Spiegel und schüttle erst einmal den Kopf. Meine Haare stehen in alle Richtungen ab und mein Gesicht ist ziemlich blass. Als ich mit der Begutachtung fertig bin, gehe ich leise zurück ins Zimmer und krieche wieder unter die Bettdecke. Ich greife mir die Fernbedienung und schalte durch die Programme bis ich bei RTL2 und „X-Factor Das Unfassbare“ hängenbleibe. Um 9:30 bin ich davon überzeugt, dass auch Moritz genug geschlafen hat. Ich drehe mich zu ihm und rutsche unter seine Decke. „Guten Morgen mein Liebling“ flüstere ich ihm ins Ohr und küsse seinen Rücken. Er dreht sich zu mir und lächelt mich an „Guten Morgen meine Süße.“ Ich kuschel mich an seine Brust und für einen Moment bleiben wir einfach so liegen. Plötzlich spüre ich, wie mein Magen brummelt. „Schatz, ich habe Hunger.“ – „Dann müssen wir wohl Frühstücken.“ Ich rutsche ein kleines Stück nach hinten und lächle ihn an. „Dann mal los.“ Ich springe voller Motivation aus dem Bett und feure Moritz an, der sich langsam sein Shirt überzieht. Zusammen gehen wir die mit Sonnenlicht geflutete Treppe nach unten in die Küche. Im Vorratsraum finde ich einen leckeren Mohnzopf, von dem ich mir zwei Scheiben abschneide und diese mit Honig beschmiere. Zudem schenke ich mir ein großes Glas Orangensaft ein. Als auch Moritz alles hat, was er möchte, laufen wir wieder gemeinsam hoch und setzen uns ins Bett.

Dienstag, 3. Mai 2016

03052016 In the middle of the night

Ich wache auf und drehe mich von der linken auf die rechte Seite. Langsam taste ich mich weiter vor, weiter in seine Richtung. Als ich immer weiter nach rechts rücke und trotzdem niemanden finde, schlage ich meine Augen auf. Da liegt er, ganz am Rand des Bettes, und schläft tief und fest.

Montag, 2. Mai 2016

02052016 9 Monate ein Zuhause

Gründe warum ich ihn liebe? Da gibt es viele, viele unterschiedliche aber dennoch bedeutende Gründe. Es folgen nur ein paar Bsispiele:  Ich liebe ihn, weil er mich zum Lachen bringt. Ich liebe ihn, weil er kleine Grübchen bekommt, wenn er mich anlächelt. Ich liebe ihn, weil er mich anhebt, wenn er mich in den Arm nimmt. Ich liebe ihn, weil er immer für mich da ist. Ich liebe ihn, weil er mir zuhört. Ich liebe ihn, weil wir gemeinsam rumalbern können. Ich liebe ihn, weil er meine Hand hält. Ich liebe ihn, weil er sich um mich kümmert, wenn ich krank bin. Ich liebe ihn, weil er mich zu einem besseren Menschen macht. Ich liebe ihn, weil er mich vervollständigt. Ich liebe ihn, weil er mich unfassbar glücklich macht. Ich liebe ihn, weil er für mich Dinge aus den oberen Regalen holt. Ich liebe ihn, weil er mich von hinten umarmt und mir Küsse auf die Wange gibt. Ich liebe ihn, weil er so ist wie er ist. Ich liebe ihn, weil er mein perfekter Traummann ist und weil ich ihn nicht mehr missen möchte. Ich bedanke mich bei ihm für alles!

02052016 6:45am

Ich drehe den Schlüssel im Schloss und öffne die Haustür. Kaum habe ich an der Tür gezogen, stehe ich auch schon in der angenehm warmen Sonne. Ich ziehe die Tür wieder zu und laufe über den Hof zur Remise, in der mein Polo geparkt ist. Kurz bevor ich an der gerade aufgeschlossenen Autotür ziehe, schweift mein Blick nach rechts auf die Weide, auf der die Kälbchen schon miteinander spielen und mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Nach dem Öffnen der Autotür schiebe ich meinen Korb auf den Beifahrersitz und setze mich selber auf den Fahrersitz. Das Radio summt los und ich lege den Rückwärtsgang ein. Da es im Auto doch etwas frisch ist, drehe ich die Heizung ein wenig auf und fahre los.