Montag, 15. Mai 2017

13052017

Es ist ungefähr zweiundzwanzig Uhr. Draußen ist es bereits dunkel und wir sitzen hinter dem Haus auf unserem selbstgebautem Bett im Bus. Die Vögel verstummen langsam. Man hört nur noch den leisen Nieselregen und das knistern unseres Lagerfeuers. Der Rotwein und zwei Gläser stehen auf dem nigelnagelneuen Regal und ich lehne an meinem Lieblingsmenschen. Zusammen schauen wir auf das Feuer und reden. Wir reden einfach über banale Dinge und genießen die Zeit zu zweit. 

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Sonntag, 14. Mai 2017

14052017 *Gedankenkotze

Die schriftlichen Abschlussprüfungen sind überstanden. Nun folgt nur noch die mündliche und es beginnt offiziell ein neuer Lebensabschnitt mit hoffentlich viel Spaß, Liebe und Erfolg.

Nicht mehr lange und ich bin kein Azubi mehr. 
Nicht mehr lange und ich habe mit meinem Lieblingsmenschen das ganze Haus, in dem wir jetzt eine Etage teilen.

Ein neuer Lebensabschnitt auf den ich mich definitiv freue und den ich mit offenen Armen begrüße.

In den letzten Abschnitten hat man Menschen verloren. Wegen Dingen die gesagt, getan und unterstützt wurden. Wegen Dingen die Schmerz, Wut und Einsamkeit ausgelöst haben. Oder schlicht und ergreifend wegen dem Tod.
Aber man hat gleichermaßen neue Menschen gewonnen. Solche mit denen man ein Lachen teilt und mit denen man sich stundenlang unterhalten kann.

So ist das Leben, so wird es auch weiter gehen aber ich bin bereit dafür.

Montag, 1. Mai 2017

01052017

Etwas angetrunken, müde und verschnupft liege ich im Bett. In die Decke eingekuschelt, mit dem Handy in der Hand durchstöber ich mein Album. Ganz weit unten, finde ich ein Bild, das mich zu Tränen berührt. September 2014, kurz nach der ersten OP meines Lieblingsmenschen... Wir waren gerade mal einen Monat zusammen und er musste ein solches Leid ertragen. Ich habe mich so hilflos gefühlt, wollte ihm die Schmerzen abnehmen oder wenigstens Tag und Nacht bei ihm sitzen und seine Hand halten. Jeden Tag saß ich da, hatte seine Hand in meiner und habe ihm bei allem geholfen. Ihm zugehört, wenn er vollgepumpt mit Schmerzmitteln irgendeinen Mist erzählt hat. 2 Wochen jeden Tag ins Krankenhaus. 2 Wochen stark sein, die Tränen verstecken. 2 Wochen die uns einander näher gebracht haben als alles andere. 2 Wochen die im Nachhinein zwischen all dem Schmerz so voller Liebe waren...
Weiter oben im Album dann die Bilder vom September 2016. Wieder im Krankenhaus. Wieder nur wir beide. Ein Bild vom schrecklich leerem Wartezimmer, in dem ich 3 Stunden saß. Voller Sorge. Ein Bild von ihm und mir direkt im Aufwachraum. So erleichtert ihn wieder bei mir zu haben.